| Das Therapiezentrum
„Maximilianshöhe“ ist für
viele Patienten das Licht am Ende
des Tunnels. Die Therapeuten arbeiten
seit der Gründung im Jahr 1996
daran, den krankheitsbedingten sozialen
Abstieg zu stoppen, die Demoralisierung
der Anvertrauten
nicht noch weiter ausufern zu lassen
und ihnen wieder Lebensmut- und
fähigkeit zu geben. In Anwesenheit
seiner Gattin Wilma, der Verwaltungsleiterin
Regina Vogel und des
Leitenden Diplom-Psychologen Dr.
Jürgen Dörfert schilderte Bernhard
Bröckelmann, Chef und Betreiber
zweier Therapiezentren für Psychosoziale
Rehabilitation, Bürgermeister
Johannes Müller seine Sorgen
um die wirtschaftliche Entwicklung,
die nach dem neuesten Stand
auch den Sozialbereich nicht verschone.
Wie Bernhard Bröckelmann ausführte,
betreibe das Therapiezentrum
Wohngemeinschaften in der
Grenzstadt, in Windischbergerdorf
und in Cham. In nächster Zeit werde
man versuchen, diese auswärtigen
Wohngemeinschaften auf die Grenzstadt zu konzentrieren.
Das Betreute Wohnen in einer
Wohngemeinschaft bezeichnete
Bröckelmann als eine moderne Entwicklung.
Zu einer Wohngemeinschaft
gehören in der Regel drei bis
vier Personen, die sich nach der stationären
Therapie in Furth im Wald
als stabil genug bewiesen haben, mit
sich selbst und der Umwelt zu Rande
kommen. Sie müssen ihren Unterhalt
mit der vom Landratsamt
erhaltenen Sozialhilfe bestreiten.
In der Regel sind diese Patienten
noch für zwei bis sechs Stunden im
Arbeitsprozess fest verankert und
werden sozialpädagogisch betreut.
Die Struktur des Alters der Patienten
sei übrigens sehr unterschiedlich,
das Durchschnittsalter liege bei
40 Jahren.
Kürzlich weilte Bezirkstagspräsident
Franz Löffler in der Maximilianshöhe.
Mit ihm werde versucht,
weitere Plätze für Patienten in
Wohngemeinschaften zu beantragen

Wilma und Bernhard Bröckelmann, Dr. Jürgen Dörfert und Regina Vogel
begleiteten Bürgermeister Johannes Müller durch die Räumlichkeiten der
Maximilianshöhe. |
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und zu erhalten. Das im Jahr 2003/
04 eingeführte Modell mit den
Wohngemeinschaften bezeichnete
Bröckelmann als gelungen. Das Ziel
für die Mehrfachabhängigen, die sozial
entwurzelt waren, lautete auf
soziale Integrierung.
Neuerdings werde auch eine
Suchtprävention mit Schulen
durchgeführt. Die Schülerinnen und
Schüler kommen für einen Tag in
der Woche, insgesamt dreimal, in die
Maximilianshöhe, um sich mit den
Patienten auszutauschen. Dabei erfahren
sie die Krankheitsbilder, die
durch Alkohol oder Drogen entstehen.
Außerdem wird ihnen vermittelt,
wie schwierig es ist, aus diesem
Teufelskreis wieder herauszukommen.
Nach Aussage von Bernhard
Bröckelmann werde auch mit dem
gesamten Umfeld der Patienten zusammengearbeitet,
um sie in die Gesellschaft
zu integrieren. Wert wird
in diesem Zusammenhang auf die
besondere Verantwortung der
Nachbarschaft gegenüber gelegt.
Weitere Informationen betrafen
das umfangreiche Arbeitsfeld, in
dem 35 Beschäftigte (Therapeuten,
Sozialpädagogen, Psychologen, Verwaltungsangestellte)
zum Wohle
von 66 stationären Patienten wirken.
Durch die Verlegung der Wohngemeinschaften
in die Grenzstadt
erhöhe sich die Zahl der zu Betreuenden.
Die Zusammensetzung der Patienten
in den Wohngemeinschaften
wurde übrigens als nicht schwierig
bezeichnet, da sie sich über einen
längeren Zeitraum kennen gelernt
haben. Einmal monatlich stellen
sich 15 ehrenamtliche Frauen für
einen Nachmittag zur Betreuung der
Patienten (Kennenlernen, Unternehmungen)
zur Verfügung. Die Betreuung
beziehungsweise Therapierung
dauere zwei bis sechs Jahre.
Die Rückfallquote von Patienten in
den Wohngemeinschaften sei sehr
gering. Dies hänge mit der Struktur
der Langzeittherapie in der Maximilianshöhe
zusammen.
Bürgermeister Johannes Müller
versprach abschließend jede mögliche
Unterstützung durch die Stadt,
vor allem bei der Suche nach geeigneten
Wohngemeinschaften. Nach
den vielen Informationen durch die
eingangs erwähnten Verantwortlichen
und der Besichtigung der einzelnen
Therapieabteilungen verabschiedete
sich das Stadtoberhaupt.
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